Ein Perspektivtag und seine Folgen
Am Anfang stand der Wunsch: Unsere Gemeinde soll
sich weiterentwickeln! Denn Stillstand ist Rückschritt. Das gilt
auch für eine Kirchengemeinde.
So hat sich das Presbyterium unserer Gemeinde im September
1998 dazu entschlossen, die Diskussion um die Zukunft der Gemeinde
perspektivisch anzugehen. Wir sind mit Hilfe des Amtes für missionarische
Dienste in die Perspektiventwicklung eingestiegen.
Am Anfang stand die Bestandsaufnahme dessen, was ist
und die Wunschvorstellung, wo denn die Reise in unserer Gemeinde
hingehen soll.
Am Ende des ersten Tages der Perspektiventwicklung
stand ein gemeinsam gefundenes Leitbild, an dem wir unsere
Arbeit zukünftig ausrichten wollen:
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Unsere
Gemeinde soll ein offener und einladender Ort der Begegnung
sein.
Hier
sollen Menschen auftanken und in ihrer Lebenssituation
Gott erfahren können.
Wir
wollen auf die Menschen, die um uns herum leben, zugehen. |
Ich habe mir nicht vorstellen können, welch positive
Energien dieser erste Perspektivtag mit dem Leitbild als Ergebnis
in unserer Gemeinde freigelegt hat.
Schon der Vermittlungsprozess des Leitbildes und der
Perspektiventwicklung in jede unserer 35 Gemeindegruppen hinein
war spannend und hat Veränderungsprozesse ausgelöst.
In jeder Gruppe wurde diskutiert und der gegründete
Perspektivkreis unserer Gemeinde hatte alle Hände voll zu tun.
Den Perspektivkreis, dem sowohl Persbyteriumsmitglieder
wie auch interessierte Gemeindeglieder angehören, haben wir kurz
nach dem ersten Perspektivtag gegründet. Er arbeitet kontinuierlich
an der Perspektiventwicklung weiter, schlägt dem Presbyterium konkrete
Schritte zur Umsetzung des im Prozess Entwickelten vor und bereitet
jedes Jahr aufs Neue einen Perspektivtag vor.
Seit September 1998 ist viel geschehen. Ich möchte
dies an den drei Säulen unseres Leitbildes deutlich machen:
Unsere Gemeinde soll ein offener und
einladender Ort der Begegnung sein.
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Grundlegende Renovierung
des Gemeindehauses und der Kirche: alles ist jetzt heller und
einladender |
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Neubau
des ICHTYS-Hauses als Begegnungsort für Kinder und Jugendliche
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Einführung
regelmäßiger Gemeindefeste |
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Begrüßungsdienst
im Gottesdienst |
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Kirchenmusikalische
Projektarbeit (Eltern-Kind-Chor, Songgruppe: "Come on and sing") |
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Gruppen
für Menschen, die neu in die Gemeinde hineinfinden |
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Verbesserung
der Öffentlichkeitsarbeit (Gemeindebrief / Homepage) |
Hier sollen Menschen auftanken und in ihrer Lebenssituation Gott erfahren können.
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Lebendigere
Gottesdienste unter Einbeziehung der Gruppen |
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OASE-Gottesdienst
am Mittwoch – Meditativer Gottesdienst mit viel Stille |
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Ausweitung
des Teams für den Religionsunterricht für Erwachsene |
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Durchführung
von Glaubenskursen und Gesprächskreisen zum Thema: Leben und
Glauben |
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Erfahrungsorientierter
Konfirmandenunterricht |
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Projekte
mit Kindern und Jugendlichen |
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Ichtys-Kids
– der Kindergottesdienst am Montagnachmittag |
Wir wollen auf die Menschen, die um uns
herum leben, zugehen.
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Stärkung
des diakonischen Besuchsdienstes |
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Aufbau
eines Krankenhaus-Besuchsdienstes |
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Brief für
Neuzugezogene |
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Gottesdienste
am anderen Ort: beim Neujahrsempfang im Bürgerhaus, beim Schützenfest
im Schützenzelt |
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Anschaffung
eines Gemeindebusses und Aufbau eines Fahrdienstes für Ältere |
Ich könnte diese Auflistung noch eine ganze Weile
fortsetzen. Doch ich will es mit diesem kleinen Eindruck genug sein
lassen.
Ich freue mich, dass wir uns in unserer Gemeinde auf
den Weg gemacht haben, perspektivisch an die Gemeindearbeit heranzugehen.
Ich hoffe, dass Gott diesen Weg auch weiterhin segnet
und begleitet. Ohne ihn, mit dem wir im Gebet verbunden sind, wäre
auch eine Perspektiventwicklung ein Unternehmen, das zu nichts führen
würde. Mit ihm aber hat diese Art von gemeindlicher Entwicklungsarbeit
eine große Verheißung.
Darüber freue ich mich und möchte jeden ermutigen,
Schritte auf diesem Weg zu gehen.
Pfarrer Detlef Main |