Taufen

Was Sie zur Taufe wissen sollten
Die Eltern Die Paten Aufnahme in die Kirche Was Taufe bedeutet Die Kleinkindtaufe
Das Taufgespräch  Der Taufspruch  Der Taufgottesdienst und Termin Die Taufhandlung  Die Taufkerze

Die Eltern

Bei der Taufe eines Kindes ist die Entscheidung der Eltern ausschlaggebend. Sie treffen damit eine wichtige Entscheidung für die Zukunft Ihres Kindes: mein Kind soll zur Kirche gehören. Mein Kind soll zu Gott gehören. Mein Kind soll im christlichen Glauben erzogen werden. Diese Entscheidung hat mit Glauben zu tun.

Eltern, die keiner christlichen Kirche angehören, können den Wunsch haben, ihr Kind taufen zu lassen. Ob das möglich ist, entscheiden die Verantwortlichen einer Gemeinde. In diesem Fall haben die Paten eine besonders wichtige Rolle.

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Die Paten

Die Paten sind Zeugen der Taufe, vor allem aber sollen sie ihr Patenkind begleiten und die Eltern bei der christlichen Erziehung unterstützen.

Vielleicht haben Sie schon eine oder mehrere Personen gefragt, ob sie das Patenamt für Ihr Kind übernehmen wollen. Dabei ist zu beachten: Mindestens einer der Paten soll evangelisch sein. Evangelische Christen können ab dem Zeitpunkt ihrer Konfirmation ein Patenamt übernehmen.

Wenn Ihre Paten nicht in Massen wohnen, müssen sie eine Patenbescheinigung vorlegen, die sie im Gemeindebüro ihrer Kirchengemeinde vor Ort bekommen. Menschen, die keiner christlichen Kirche angehören, können das Patenamt nicht übernehmen.

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Aufnahme in die Kirche

Die Taufe begründet rechtsgültig die Mitgliedschaft in der Evangelischen Kirche. Wer aus einer christlichen Kirche ausgetreten ist, wird bei einem erneuten Kircheneintritt nicht mehr getauft. Die Taufe behält ihre Gültigkeit während des ganzen Lebens.

In vielen Fällen gehören die Eltern verschiedenen Kirchen an. Die Taufe verbindet das Kind mit derjenigen Kirche und Konfession, in der es getauft wird. Die verschiedenen christlichen Kirchen erkennen aber die Taufe gegenseitig an. Welcher Kirche die Kinder einer Familie zukünftig angehören sollen, entscheiden allein die Eltern

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Was Taufe bedeutet

Im Sakrament der Taufe verbindet sich Gottes Zusage mit dem Element Wasser. Deshalb wird Wasser über den Kopf des Täuflings gegossen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Jesus Christus selbst hat zu taufen aufgetragen.

In der Taufe sagt Gott uneingeschränkt Ja zum Menschen: Ja, du bist meine Tochter, du bist mein Sohn; du bist Bruder oder Schwester Jesu Christi; ich werde bei dir bleiben bis ans Ende deines Lebens und darüber hinaus.

In einer Welt voller Unheil und Gefährdungen drückt die Taufe Gottes befreiendes und rettendes Handeln aus. Sie ist der Beginn eines neuen Lebens, das unter dem Zeichen der Liebe Gottes und seiner Vergebung steht.

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Die Kleinkindtaufe

Unsere Kirche tauft schon Kleinkinder. Damit bringt sie das bedingungslose Ja Gottes zum Ausdruck. Es geht allem menschlichen Verstehen, Entscheiden und Tun voraus. Gottes Ja gilt ein für allemal. Er zieht es nicht zurück, auch wenn Menschen andere Wege gehen. Deshalb kann und braucht die Taufe nicht wiederholt zu werden, wenn ein Mensch sich neu auf seinen Glauben besinnt.

In der Bibel gehören Glaube und Taufe untrennbar zusammen: "Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden" (Markus 16,16). Die Taufe ist der Anfang einer Glaubensgeschichte. 

Eltern und Paten bekennen am Anfang seines Lebensweges für das Kind den christlichen Glauben. Später bei der Konfirmation sollen die als Kleinkinder Getauften selbst ihren Glauben bekennen. Das JA Gottes zum Menschen wartet auf die Antwort des Menschen, auf sein JA des Vertrauens zu Gott.

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Das Taufgespräch

Zur Vorbereitung der Taufe verabreden Sie sich mit Ihrem zuständigen Pfarrer ein Taufgespräch. Wenn mehrere Taufen in dem Gottesdienst stattfinden, wird dieses Gespräch gemeinsam mit den anderen Familien stattfinden.

Wenn Sie es gerne wollen, können auch die Paten zu diesem Gespräch mitkommen.

Wenn es Ihnen irgendwie möglich ist, kommen Sie doch zu diesem Termin ohne Ihre Kinder, damit wir uns auf das Gespräch konzentrieren können.

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Der Taufspruch

Bitte suchen Sie bis zum Taufgespräch ein biblisches Wort als Taufspruch für Ihr Kind aus und bringen Sie es dann mit. Denken Sie beim Aussuchen daran: Der Taufspruch soll eine Zusage Gottes für Ihr Kind sein.
Sie erhalten zu diesen Informationen als Anregung eine Zusammenstellung von Bibelworten, die dafür geeignet sind.

Hier schon mal einige schöne Beispiele:

Psalm 27,1: „Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?“

Psalm 139,5: Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

Jesaja 43,1: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.

Jesaja 62,2.3: Du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des Herrn Mund nennen wird. Und du wirst sein eine schöne Krone in der Hand des Herrn und ein königlicher Reif in der Hand deines Gottes. - Lukas 10,20: Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind. -

2.Korinther 5,17: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

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Der Taufgottesdienst

Taufgottesdienste sind in unserer Gemeinde meistens Familiengottesdienste. Sie finden am Sonntag im Gemeindegottesdienst statt, denn die Taufe ist ja eine Aufnahme in die lebendige Gemeinschaft der Christen. In der Regel werden in unserem Taufgottesdienst mehrere Kinder getauft. Die Gestaltung des Gottesdienst ist immer auf die Taufen bezogen. Zeitdruck und Hektik versuchen wir dabei zu vermeiden.

Zur guten Atmosphäre gehört auch die Konzentration auf das gottesdienstliche Geschehen. Um das durchzuhalten bitten wir Sie herzlich, auf das Fotografieren während des Gottesdienstes zu verzichten. Es ist aber möglich, mit einer Videokamera von der Orgelempore aus den Gottesdienst aufzuzeichnen. Nach dem Gottesdienst können Sie gerne auch im Altarraum Familienfotos machen.

Die nächsten Taufgottesdienste finden Sie auf unsrer Gottesdienstseite.
Ein Klick genügt:
Familien- und Taufgottesdienste

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Die Taufhandlung

Die Taufen finden meist im letzten Drittel des Gottesdienstes statt. Zur Vorbereitung auf die Taufhandlung richtet der Pastor das Wort an die Eltern und Paten. Er fragt sie mit folgenden oder mit ähnlichen Worten: „Wollt Ihr, dass Euer Kind / Patenkind getauft wird und versprecht Ihr, es nach bestem Gewissen im christlichen Glauben zu erziehen, so dass es diesen einmal selbst bekennen kann?“ Darauf antworten Sie als Eltern und Paten bitte mit den Worten: „Ja, mit Gottes Hilfe!“ Danach bekennt die ganze Gemeinde den Glauben mit den Worten des Glaubensbekenntnisses.

Zur Taufe kommen die Familien nacheinander zum Taufbecken nach vorne. Zunächst wird eine Taufkerze an der großen Osterkerze angezündet. Das Licht der Taufkerze verweist auf Jesu Worte: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben." (Johannes 8,12) Die Kerze kann später am Tauftag zur Erinnerung angezündet werden.

Danach wird der Taufspruch verlesen. Das kann einer der Paten übernehmen. Den Taufspruch - ein biblisches Wort für den Lebensweg des Täuflings - können Eltern und Paten zuvor auswählen.

Nach den Taufen kommen alle Eltern mit ihren Kindern noch einmal zu einer Familien-Segnung in den Altarraum. Der Pastor wird Ihnen dann den Segen Gottes zusprechen.

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Die Taufkerze

In der evangelischen Kirche wird der alte Brauch der Taufkerze wieder aufgegriffen. Es ist eine schöne Möglichkeit, die Taufkerze selbst mit Taufsymbolen, Namen und Taufdatum zu gestalten. 

Oft sind die selbst gestalteten Kerzen für Ihr Kind ansprechender als die, die Sie teuer erwerben können. Dazu bieten wir Ihnen beim Taufgespräch eine geeignete Kerze an, die Sie mit Wachs-Platten zu Hause gestalten können.

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