Spielstube für Flüchtlingskinder
Spielstube für Flüchtlingskinder

Bereits im Juli 2015 haben wir die 100ste Spielstube mit einem unvergesslichen Sommerfest gefeiert. Am 15.07.2017 wurde die 200ste Spielstube wieder mit einem ebenso erfolgreichen Fest gefeiert. Feuerwehr, Musiker auch unserer Band „Inside Address“, Spielmobil des Jugendamtes, Polizei, der Sportverein SG Massen, die Damen des Innerwheel und natürlich unsere zahlreichen freiwilligen HelferInnen der Spielstube haben sich dafür mit großem Engagement gekümmert. Für das leibliche Wohl hat das DRK Massen-Nord als Betreuungsträger gesorgt.

Kontakt

Volker Risse

Tel.: 02303/52528

 

 

Gemeindediakonisches Projekt „Spielstube für die Flüchtlingskinder in der Erstaufnahmeeinrichtung Unna-Massen“

2009 hat das Land NRW die „Landesstelle Unna-Massen“ aufgegeben, weil man der Meinung war, das ausgedehnte Areal mit zahlreichen Wohngebäuden sowie Verwaltungs- und Betriebseinrichtungen für die Aufnahme von Asylbewerbern, Aussiedlern und Übersiedlern nicht mehr zu benötigen.

Für die beiden letzteren Personengruppen war das wohl richtig. Bezüglich der Notwendigkeit, Unterbringungs- und Versorgungsmöglichkeiten für Asylbewerber vorzuhalten, war das aber wohl ein Irrtum., wie wir heute wissen.

Mitte 2012 musste das Land eine sog. Notunterkunft in Massen-Nord innerhalb der „alten“ Landesstelle einrichten, in der die zunehmend zahlreicher ankommenden Menschen „auf der Flucht“ unterkommen konnten.

Ende 2012 wurde aus der Ev. Kirchengemeinde Unna-Massen zunächst der Gedanke eines „Unterstützerkreises“ geboren und in Ansätzen umgesetzt. Dies deshalb, weil die Verweildauer der Menschen in Massen mit 24 – 48 Stunden (also quasi „Hotelbetrieb“) eine vernünftige Betreuungsarbeit unmöglich machte. Man kann sagen: „außer netter Unterhaltung möglicher HelferInnen nichts gewesen“.

Dies änderte sich dann ab Mitte 2013 nach einer Anfrage des Deutschen Roten Kreuzes an die Kirchengemeinde Unna-Massen mit dem Tenor „Könnt Ihr was für die Menschen, vor allem für die Kinder tun?“

Die Verweildauer war immer noch zu gering, um eine gezielte Förderung anzubieten. Aber: wir konnten  zumindest an den ätzend langweiligen Samstagen in der ehemaligen KiTa Lippestr. 20 Kurzweil, Spaß und Spiel in der sog. „Spielstube“ anbieten, damit die ankommenden, oft mit traumatischen Erlebnissen belasteten Kinder erstmals nach langen Entbehrungen wieder ausgelassen und geschützt spielen konnten und  um Eltern für einige Stunden zu entlasten.   

Das Projekt hat in den fast 4 Jahren seines Bestehens funktioniert, weil viele Menschen bereit waren, den ankommenden Gästen in Massen-Nord ein herzliches Willkommen zu sagen. Es hat auch funktioniert, weil wir von Anfang an „low level“ gearbeitet haben. Will sagen, unser Motto ist und war: „Wir können die Krisenherde der Welt nicht abschalten. Wir können in die Asylgesetzgebung nicht eingreifen. Wir können nicht das Elend dieser Welt  komplett auf unsere Schultern laden. Aber: wir können eines tun und das ist „Mit den Kindern spielen!!“ und dadurch vielleicht für ein paar Stunden Traurigkeit und Schwermut mildern.“

Und genau das tun wir. Wiederum zahlreiche Menschen aus verschiedenen Orten und mit und ohne religiöse Bindung. Einige für längere Zeit, andere nur an einem oder zwei Samstagen.

Wer Lust hat mitzutun: Samstags 15.00 – 17.00 Uhr Lippestr. 20 in Unna-Massen. Teilnehmer? Immer wieder neue Gesichter. Alter? Ganz ganz kleine Kinder mit ihren Müttern und Kinder und Jugendliche. Verständigung? Mit Händen und Füßen und einem Lachen, aber auch einmal mit Tränen. Wie trocknen wir diese Tränen? Womit wohl? MIT SCHOKOLADE natürlich!!!